Mein Held des Tages Krümelmonster 2.0

Hannover - Wo ist der vergoldete Keks? Diese Frage beschäftigt seit Tagen den Bahlsen-Konzern. Das überdimensionale Gebäck wurde von der Fassade des Stammhauses in Hannover geklaut. Am Dienstag bekam der Fall eine besondere Wendung: Bei der “Hannoverschen Allgemeinen Zeitung” ging ein Erpresserbrief ein, unterzeichnet vom “Krümelmonster”. Ein beigelegtes Foto zeigt eine entsprechend kostümierte Person - mit einem großen vergoldeten Keks im Arm. Von den Dieben fehlt jede Spur.

Die Verfasser schreiben in dem aus Zeitungsschnipseln zusammengesetzten Brief: “Ich habe den Keks! Ihr wollt ihn haben.” Die Forderungen sind eindeutig: Das Unternehmen solle alle Stationen im Kinderkrankenhaus auf der Bult in Hannover mit Leibniz-Keksen versorgen. Zudem solle die zur Ermittlung des Täters ausgesetzte Belohnung von 1000 Euro an ein Tierheim gespendet werden. Werden die Forderungen nicht erfüllt, soll der Keks bei “Oskar in der Mülltonne” landen. Oskar, der in einer Tonne wohnt, ist wie das Krümelmonster eine Figur aus der “Sesamstraße”.

Der Brief hat eine Menge Leute zum Lachen gebracht, doch Unternehmenschef Werner M. Bahlsen findet die Sache weniger lustig. Er appellierte an die Erpresser, den gestohlenen goldenen Keks zurückzugeben: “Dieser Keks ist für unser Haus ein Symbol.” Der Konzern lasse sich nicht erpressen. Allerdings werde das Unternehmen bei Rückgabe des Diebesgutes eine soziale Aktion starten.

-spiegel.de

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HW